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NEU: Landespflegegeld - finanzielle Unterstützung für Menschen ab Pflegegrad 2 und höher

Mit dem neuen Landespflegegeld gewährt die bayerische Staatsregierung Pflegebedürftigen in Bayern ab Pflegegrad 2 schnell und unbürokratisch pro Jahr 1.000 € zusätzlich. Pflegebedürftige erhalten damit die Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun oder z.B. auch pflegenden Angehörigen eine finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen. Ein Nachweis für die Verwendung des Geldes ist nicht erforderlich.



Berücksichtigung des Landespflegegeldes bei anderen Sozialleistungen

Das Landespflegegeld ist unabhängig davon, ob der Pflegebedürftige in einer stationären Einrichtung oder zuhause lebt und versorgt wird.
Das Landespflegegeld dient nicht zur Deckung notwendiger pflegerischer Bedarfe, von Teilhabebedarfen oder der Existenzsicherung. Es soll deshalb nicht bei entsprechenden Sozialleistungen abge-zogen werden (z.B. bei der Grundsicherung nach SGB XII und SGB II,  bei Leistungen der Pflegeversicherung nach SGB XI, bei Leistungen der Hilfe zur Pflege nach SGB XII und bei Eingliederungshilfe nach SGB XII/künftig SGB IX). Als staatliche Fürsorgeleistung ist das Landespflegegeld eine steuerfreie Einnahme.
Für Sozialhilfeempfänger kann allerdings nicht verbrauchtes und damit angespartes Landespflegegeld als Vermögen eingesetzt werden.


Auch beim Bezug von Kindergeld für volljährige behinderte Menschen soll das Landespflegegeld nicht als Einkommen angerechnet werden, so dass kein Einfluss auf den Kindergeldbezug zu befürchten ist (NEUE Information seit 25.7.2018)


Antragstellung

Um das Landespflegegeld noch für diese Jahr zu erhalten muss bis 31.12.2018 ein einseitiger Antrag gestellt werden und eine Kopie des Personalausweises und des Bescheids der Pflegekasse über mindestens Pflegegrad 2 eingereicht werden.
Wenn Sie den Antrag als Bevollmächtigter oder Betreuer stellen, ist zusätzlich die Kopie der Voll-macht oder des Betreuerausweises einzureichen. Anträge für Kinder und Jugendliche müssen von beiden sorgeberechtigten Eltern unterschrieben werden.
Antragsformulare gibt es im Internet oder auch bei den Finanzämtern, Landratsämtern oder dem Zentrum Bayern Familie und Soziales.
Der Antrag kann entweder per Post verschickt werden (Landespflegegeldstelle, 81050 München) oder im Internet als Online-Antrag erfolgen.

Ein einmal gestellter Antrag wirkt für die nachfolgenden Pflegegeldjahre fort, es muss also nicht jedes Jahr ein neuer Antrag gestellt werden. Fallen die Anspruchsvoraussetzungen aber weg, muss die Landespflegegeldstelle unverzüglich informiert werden. Besteht kein Anspruch mehr, wird der Bescheid entsprechend zurückgenommen.

Weitere Informationen, der Antrag zum Download und der Online-Antrag für das Landespflegegeld finden Sie unter: http://www.landespflegegeld.bayern.de/



Sollten Sie weitere Fragen haben oder möchten Unterstützung bei der Antragstellung, wenden Sie sich gerne an unsere Beratungsfachkräfte der Offenen Hilfen:
Tobias Fahrmeier:     Telefon: 09132 - 78 10 – 188, E-Mail: beratung@lebenshilfe-herzogenaurach.de
Ute Meindel:     Telefon: 09132 - 78 10 – 180, E-Mail: meindel@lebenshilfe-herzogenaurach.de